Donnerstag, 16. Mai 2013

Dieser Weg wird kein leichter sein

„Die grössten Sünden schleppen solche Gemeindeglieder ein, die behaupten, geheiligt zu sein und nicht mehr sündigen zu können. Viele dieser Menschen sündigen jedoch täglich und sind in ihrem Herzen und Leben verdorben. Sie sind selbstzufrieden und selbstgerecht und stellen einen eigenen Massstab der Gerechtigkeit auf, versagen aber gänzlich, wenn sie den Anforderungen der Schrift gerecht werden sollen. Trotz ihrer grossen Ansprüche stehen sie dem Neuen Bunde fern. In seiner grossen Gnade hat Gott Nachsicht mit ihrer Verkehrtheit und beseitigen sie nicht als ein Hindernis, sondern lässt ihnen noch die Möglichkeit der Vergebung. Man velässt sich ständig auf Gottes Langmut und Missbraucht seine Gnade.“ (Ellen G. White – Aus der Schatzkammer der Zeugnisse, Band 2 S. 26)
So spricht Jesus Christus, der Herr:
„Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, zu beten, einer ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. Der Pharisäer stand und betete bei sich selbst also: Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie die anderen Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner. Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich habe. Und der Zöllner stand von ferne, wollte auch seine Augen nicht aufheben gen Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! Ich sage euch: Dieser ging hinab gerechtfertigt in sein Haus vor jenem. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.“ (Lk 18,10-14)
Wir sind alle noch unterwegs. Keiner hat es erreicht. Es ist nicht Heiligkeit, sondern Streben nach Heiligkeit; es ist nicht geistliche Gesundheit, sondern Streben nach geistlicher Gesundheit; und es ist nicht sein, sondern Werden. Legalismus dagegen behauptet, am Ziel zu sein, und leugnet das Kreuz, dass der „Gesetzlichkeit“ den Todesstoss gibt und die Gnade krönt. Die Anmassung beansprucht den Sieg über die Sünde, der allein Christi Vorrecht ist. Ich kann nur in Ihm überwinden. Wer nicht Christi Liebe im Herzen trägt, wird sich der Welt und den in ihr herrschenden Kräfte ergeben. Paulus bringt es auf den Punkt:
„Nicht, daß ich's schon ergriffen habe oder schon vollkommen sei; ich jage ihm aber nach, ob ich's auch ergreifen möchte, nachdem ich von Christo Jesu ergriffen bin. Meine Brüder, ich schätze mich selbst noch nicht, daß ich's ergriffen habe. Eines aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich zu dem, was da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, nach dem Kleinod, welches vorhält die himmlische Berufung Gottes in Christo Jesu. Wie viele nun unser vollkommen sind, die lasset uns also gesinnt sein. Und solltet ihr sonst etwas halten, das lasset euch Gott offenbaren; doch soferne, daß wir nach derselben Regel, darin wir gekommen sind, wandeln und gleich gesinnt seien.“ (Phil 3,12-16)
ES IST EIN STREBEN!!!
„Auf daß sich vor ihm kein Fleisch rühme. Von ihm kommt auch ihr her in Christo Jesu, welcher uns gemacht ist von Gott zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung, auf daß (wie geschrieben steht), "wer sich rühmt, der rühme sich des HERRN!"
Die Anmassung sagt: „Einmal gerettet, immer gerettet“.
„Denn wo ich zu dem Gerechten spreche, er soll leben, und er verläßt sich auf seine Gerechtigkeit und tut Böses, so soll aller seiner Frömmigkeit nicht gedacht werden; sondern er soll sterben in seiner Bosheit, die er tut.“ (Hes 33,13)
„Darum schau die Güte und den Ernst Gottes: den Ernst an denen, die gefallen sind, die Güte aber an dir, sofern du an der Güte bleibst; sonst wirst du auch abgehauen werden.“ (Röm 11,22)
Martin Luther sagt zu diesem Vers:
„Ein Werksheiliger wird, da er anmassend ist und sich auf seine Frömmigkeit verlässt, dadurch nicht gerettet werden. Und David und der Schächer am Kreuz brauchen wegen ihrer Sünde nicht zu Verzweifeln, als würden sie deswegen verloren gehen. Vielmehr sollte man auf dem rechten Mittelweg bleiben und achtgeben, nicht in Sünde zu fallen. Denn obschon Gott Gnade und Sündenvergebung versprochen hat, hat er nicht versprochen, dass du immer umkehren wirst, wenn du in Sünde gefallen bist, so wie Saul und Judas nicht umkehrten. Es liegt nicht in unserer Macht, die Gnade zu ergreifen. Daher muss man Gott fürchten, der der Feind sowohl der Anmassung als auch der Verzweiflung ist.“ (Christlicher Wegweiser für jeden Tag, S. 240)
„Wir gingen alle in der Irre wie Schafe, ein jeglicher sah auf seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn.“ (Jes 53,6)
Wo ist die Sünde eines reuigen Christen? Sie liegt auf Christus.
„Und ist in keinem andern-Heil, ist auch kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, darin wir sollen selig werden.“ (Apg 4,12)
Mein Herr und Heiland – Jesus Christus.

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