Montag, 10. Juni 2013

Glaube und Gehorsam

„Durch welchen (Christus) wir haben empfangen Gnade und Apostelamt, unter allen Heiden den Gehorsam des Glaubens aufzurichten unter seinem Namen.“ (Röm 1,5)

In diesem kurzen Vers des Apostel Paulus ist der volle Wortlaut des gesamten Briefes an die Gemeinde zu Rom enthalten. Gehorsam des Glaubens oder in anderen Übersetzungen Glaubensgehorsam; d. h. ein Gehorsam dem Wort Gottes gegenüber, der durch den Glauben bewirkt wird (siehe auch Röm 16,26). Gott erklärt uns aus Gnade für gerecht. Es ist sein Geschenk an uns durch Jesus Christus, der uns von unserer Schuld befreit hat (siehe Röm 3,24). Gerecht gesprochen wird ein Mensch aufgrund seines Glaubens, nicht aufgrund seiner Taten (siehe Röm 4,5). Das ist der einzige Weg, auf dem man gerechtfertigt werden kann. Wenn wir nun aber den Glauben so betonen, heben wir damit das Gesetz auf? Natürlich nicht! Sondern durch den Glauben bestätigen wir das Gesetz (siehe Röm 3,31). Bedeutet das, dass wir weiter sündigen dürfen, weil Gottes Gnade uns vom Gesetz befreit hat? Natürlich nicht! Erkennt ihr denn nicht, dass ihr immer der Sklave dessen seid, dem ihr gehorcht? Ihr könnt die Sünde wählen, die in den Tod führt, oder ihr könnt Gott gehorchen und seine Anerkennung bekommen (siehe Röm 6,15.16).
Erst wenn wir dem HERRN gehorsam sind in Liebe und Dankbarkeit aus Glauben, sind wir rechte Kinder eines gnädigen Gottes.
Wer den Apostel Paulus zitiert, um zu beweisen, dass dieser gelehrt habe, dass der Gehorsam gegenüber Jesus Christus aufgehoben sei, hat diesen und seine Schriften nicht verstanden.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen