In einem geheimnishaften Gesicht (Vision) schaut der Prophet Sacharja („Der HERR gedenkt“) den Hohepriester Jeschua (hebr. Jehoschua = „Der HERR ist Rettung“), mit unreinen Kleidern angetan, vor dem Herrn stehen und um Gnade für sein Volk flehen, welches sich in grosser Trübsal befindet. Satan steht zu seiner Rechten, ihn zu verklagen (siehe Sach 3,1) und verweist auf die Übertretungen Israels als Grund, warum dieses Volk nicht wieder in die Gunst Gottes aufgenommen werden sollte. Dann ruft der Engel aus, welcher Christus ist:
- „Der HERR schelte dich du Satan! ja, der HERR schelte dich, der Jerusalem erwählt hat! Ist dieser nicht ein Brand, der aus dem Feuer errettet ist?“ (Sach 3,2)
Dann wird auf des Herrn Befehl Jeschua gereinigt und anschliessend mit den Festkleidern der Rettung und der Gerechtigkeit bekleidet:
- „Tut die unreinen Kleider von ihm! Und er sprach zu ihm (Jeschua): Siehe, ich habe deine Sünde von dir genommen und habe dich mit Feierkleidern angezogen… und sie setzten einen reinen Hut auf sein Haupt und zogen ihm Kleider an.“ (Sach 3,4)
Dieser Text des Alten Testaments zeigt deutlich die wunderbare Wahrheit von der Rettung allein durch Glauben. Die Menschheit kann sich selbst vor Gott nicht verteidigen, doch wenn wir durch Reue und Glauben Jesus unser Seelenheil anvertrauen, wenn wir uns auf den Erlöser verlassen, so tritt er für unsere Sache ein, wird zu unserem Verteidiger und legt Fürsprache ein bei dem himmlischen Vater. Jesus wird den Ankläger überwinden mit der mächtigen Beweiskraft Golgathas. Dort wurde er behandelt wie wir verdient hätten behandelt zu werden. Er kam in unsere Welt und nahm unsere Sünde auf sich, damit wir uns seine Gerechtigkeit zu eigen machen können. Gott spricht zum Sünder:
- „Ich vertilge deine Missetaten wie eine Wolke und deine Sünden wie den Nebel. Kehre dich zu mir; denn ich erlöse dich.“ (Jes 44,22)
- „Denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünden nimmermehr gedenken.“ (Jer 31,34b)
- „Der Gottlose lasse von seinem Wege und der Übeltäter seine Gedanken und bekehre sich zum HERRN, so wird er sich sein erbarmen, und zu unserm Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung.“ (Jes 55,7)
Ist diese Zusicherung Gottes, die er jedem reuigen Sünder verspricht nicht herrlich? Gott ruft dir zu:
- „Kehre dich zu mir; denn ich erlöse dich.“ (Jes 44,22b)
Christi Verheissung:
- „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ (Joh 6,37b)
Christus will dich mit den „Kleidern des Heils“ und dem „Mantel der Gerechtigkeit“ (siehe Jes 61,10) umhüllen. Dann wird er dich in seinen Festsaal führen, und Liebe wird „sein Zeichen“ sein über dir (Hl 2,4).
- „Und wie sich ein Bräutigam freut über die Braut, so wird sich dein Gott über dich freuen.“ (Jes 62,5b)
- „Der HERR, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein Held, der rettet; er wird sich über dich freuen mit Wonne, er wird stille sein in seiner Liebe, er wird über dich jubelnd frohlocken.“ (Zeph 3,17)
Schlussendlich bekommt Jeschua im Gesicht des Sacharja die Weisung, gehorsam zu sein und in seinen Wegen zu wandeln:
- „Wirst du in meinen Wegen wandeln und meines Dienstes warten, so sollst du regieren mein Haus und meine Höfe bewahren; und ich will dir geben von diesen, die hier stehen (gemeind sind die Engel), daß sie dich geleiten sollen.“ (Sach 3,7)
Hier wird klar, das Gesetz und das Evangelium gehen Hand in Hand. Befolgen wir die Gebote Gottes, wird dies seine Anerkennung, Schutz und seinen Segen mit sich bringen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen