Montag, 7. Januar 2013

Evolution oder Kreation?

Evolutionslehre und Eugenik

Charles Darwin (1809-1882) veröffentlichte 1859 sein bahnbrechendes Buch Die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl (so die deutsche Übersetzung). Darin beschrieb er die natürliche Auslese (Selektion) von überlebensfähigem Erbmaterial. Eine natürliche, von Generation zu Generation ständig erneuerte Auslese der am besten angepassten Tier- und Pflanzenarten sei ...die Haupttriebkraft der Evolution zu neuen Arten.
Herbert Spencer (1820–1903) übernahm Darwins Begriff struggle for life (deutsch oft mit „Kampf ums Dasein“ übersetzt) und prägte den – oft irrtümlich Darwin zugeschriebenen – Begriff Survival of the Fittest („Überleben der Stärksten“, d.h. der am besten an den Überlebenskampf Angepassten).
Nach der Evolutionslehre von Charles Darwin entstand also das Leben in einem Kampf um das Dasein, oder wie es Herbert Spencer nannte: „Im Überleben des am besten Angepassten“. Wenn das wahr wäre und diese Faktoren der Auslese bestimmen das Leben, dann müssen diese Prinzipien auch im menschlichen Zusammenleben gelten. Dann sind Werte, wie z. B. dass man das Leben achten und nicht töten soll oder dass man alten Menschen und das Schwache achten soll Evolutionsbiologisch nicht zu begründen. Daher schrieb Charles Darwin 1871 in seinem Buch „Die Abstammung des Menschen“ dann auch:
„Bei Wilden werden die an Körper und Geist schwachen bald beseitigt und die, welche leben bleiben, zeigen gewöhnlich einen Zustand kräftiger Gesundheit. Auf der anderen Seite tun wir zivilisierten Menschen alles nur Mögliche, um diesen Prozess dieser Beseitigung aufzuhalten. Wir bauen Zufluchtsstätten für die Schwachsinnigen und für die Krüppel und Kranken. Hierdurch geschieht es, dass auch die schwächeren Glieder der Gesellschaft ihre Art fortpflanzen. Niemand, welcher der Zucht domestizierter Tiere seine Aufmerksamkeit geweiht hat, wird daran zweifeln, dass dies für die Rasse des Menschen im höchsten Grade schädlich sein muss.“


Wenn man die Gedanken der Evolutionslehre konsequent zu Ende denkt, bildete sich eine Brücke zur Eugenik und letztlich auch zum Holocaust an den europäischen Juden. Die Eugenik hat das Ziel, den Anteil positiv bewerteter Erbanlagen zu vergrößern (positive Eugenik) und den negativ bewerteter Erbanlagen zu verringern (negative Eugenik). Im Nationalsozialismus fand die Eugenik verbreitet Anwendung. Im Dritten Reich sollte die Geburtenrate „arischer“ Familien durch sozialpolitische Maßnahmen gesteigert werden und „lebensunwertes Leben“ verhindert, ausgesondert und vernichtet werden.
Hitler führte in Deutschland die nationalsozialistische Rassenhygiene ein, die sich aus der Evolutionstheorie entwickelte. Er schätzte alles „Schwache“ als minderwertiges Leben ohne Lebensrecht ein:
„Der Stärkere hat zu herrschen und sich nicht mit dem Schwächeren zu verschmelzen, um so die eigene Größe zu opfern. Nur der geborene Schwächling kann das als Grausam empfinden. Dafür ist er aber nur ein schwacher und beschränkter Mensch, denn würde dieses Gesetz nicht herrschen, wäre jede vorstellbare Höherentwicklung aller organischen Lebewesen undenkbar.“


Die Eugenik wurde auch nach 1945 weitergeführt und es gibt sie noch heute. Neue Begriffe wie: Transhumanismus, Bevölkerungskontrolle, Nachhaltigkeit, Erhaltung und Umweltschutz ersetzen Rassenhygiene und Sozialdarwinismus. Unter dem Eindruck der nationalsozialistischen Rassenhygiene wurde der Name einfach in „Geplante Elternschaft“ geändert.

Die Genetik beweist die Konstanz der Erbeinheit

Ernst Heinrich Philipp August Haeckel (1834-1919) war ein deutscher Zoologe, Philosoph und Freidenker, der die Arbeiten von Charles Darwin (1809-1882) in Deutschland bekannt machte und zu einer speziellen Abstammungslehre ausbaute. Er zählte zu den schließlich entschiedenen Vertretern einer "eugenischen" Sozialpolitik. Die irrige Evolutionslehre Ernst Haeckels und auch Charles Darwins, die Vererbung erworbener Eigenschaften, beruht auf der Annahme, dass unter bestimmten Umstände ein Organismus fähig ist, Eigenschaften auf seinen Nachkommen zu vererben, welche er im Laufe seines Lebens erworben hat.
Gregor Johann Mendel (1822-1884) der die nach ihm benannten mendelschen Regeln der Vererbung entdeckte (er wird daher oft auch als „Vater der Genetik“ bezeichnet), konnte die Konstanz der Erbeinheit nachweisen. Ein Beispiel: Wir kreuzen eine rotblühende Pflanze mit einer weisblühende Pflanze und erhalten dadurch rosablühende Pflanzen. Nach Charles Darwin und Ernst Haeckels Vorstellung vererbter Eigenschaften, tritt nun eine Farbmischung an allen nachfolgenden Pflanzen auf, die dann alle rosa blühen. Das ist aber nicht der Fall. Wie Gregor Mendel eindeutig nachweisen konnte. In der folgenden Generation spalten die Merkmale wieder auf. Es treten rein rotblühende, weisblühende und rosablühende Pflanzen auf in einem klaren Verhältnis von 1:2:1. Das heisst, dass keine Farbmischung stattgefunden hat. Das heisst, dass die Erbeinheiten konstant geblieben sind. Die Arten sind unveränderlich, so wie es in der Bibel geschrieben steht.
„Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendige Tiere, ein jegliches nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art. Und es geschah also. Und Gott machte die Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art, und allerlei Gewürm auf Erden nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war.“ (1Mo 1,24.25)

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