Dienstag, 26. Februar 2013

Der wahre und getreue Spiegel.

Viele lesen in der Bibel, dass ausgetilgt sei die Schuldschrift, so wider uns war, welche durch Satzungen entstand und uns entgegen war, und hat sie aus dem Mittel getan und an das Kreuz geheftet (siehe Kol 2,14). Die Schuldschrift, von der Paulus redet, ist Moses Zeremonialgesetz, das auf Christus in Sinn- und Schattenbilder hindeutete. Das wurde zur Zeit der Kreuzigung abgeschafft, denn Bild und Abbild begegneten einander im Tod des wahren und vollkommenen Opfers, des Gotteslammes.
Nun glauben viele Christen, dass auch das Moralgesetz (die Zehn Gebote) aus der Mitte getan wurde, Sie verstehen nichts davon, was beendet und beiseite getan werden sollte. Es ist, als hätten sie einen Schleier vor ihren Augen und Herzen. Ihr Verständnis ist stark getrübt und daher überlesen sie offensichtlich an anderer Stelle:
Was wollen wir denn nun sagen? Ist das Gesetz Sünde? Das sei ferne! Aber die Sünde erkannte ich nicht, außer durchs Gesetz. Denn ich wußte nichts von der Lust, wo das Gesetz nicht hätte gesagt: "Laß dich nicht gelüsten!" (Röm 7,7)
Das Gesetz ist demnach nicht ohne Wert, sondern es ist wie ein Spiegel, der den Menschen die Mängel ihres Charakters aufzeigt. Viele in den christlichen Reihen wollen davon aber nichts wissen. Ihre Herzen stehen mit Gott auf Kriegsfuss. Sie unterwerfen sich nicht seinem Gesetz, wollen ihre sittliche Verunstaltung nicht sehen und anstatt ihre fleischliche Gesinnung zu bekämpfen, bekämpfen sie den wahren und getreuen Spiegel und stellen sich ihren eigenen Glauben zusammen, was mit dem Ursprünglichen nichts mehr zu tun hat. Jesus sagt über solche:
„Es werden nicht alle, die zu mir sagen: HERR, HERR! ins Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.“ (Mt 7,21)

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