Dienstag, 11. Dezember 2012

Drei Zeugnisträger

"Denn drei sind, die da zeugen im Himmel: der Vater, das Wort und der Heilige Geist; und diese drei sind eins." (1Joh 5,7)

Den Bibel-Urtext gibt es nicht mehr aber hab diese, meiner Meinung nach richtige Lesart, in folgenden Versionen gefunden:
-          Old Syriac von 170 n.Chr.
-          Old Latin von 200 n.Chr.
-          Italic vom 4. - 5. Jahrhundert
-          Vulgata ("die Gebräuchliche") vom 4. - 5. Jahrhundert.
Auch die Schriften frühe Kirchenväter behandel 1Joh 5,7 mit "Vater, Wort und der Heilige Geist":
-          Tatian 150 n.Chr.
-          Tertullian 200 n.Chr.
-          Cyprian 225 n.Chr.
-          Athanasius 350 n.Chr.
-          Pricillian 350 n.Chr.
-          Vadmarium 380 n.Chr.
-          Cassian 435 n.Chr.
-          Jerome 450 n.Chr.
-          Cassiadorius 480 n.Chr.
-          Vigilius 484 n.Chr.
-          Victor-Vita 489 n.Chr.
-          Fulgentius 533 n.Chr.
-          PS Athanasius 550 n.Chr.
1Joh 5,7 wird in der ursprünglichen Lutherbibel (1534) mit "Vater, Wort und der Heilige Geist wiedergegeben. Luther habe genau aus dem griech. Grundtext übersetzt. Die Lutherbibel (1912) ist schon nicht mehr so. Auch die King-James-Bibel ist eine Grundtext nahe Übersetzung und da steht: "Father, the Word, and the Holy Ghost". Bibelübersetzungen aus der Reformationszeit wie die ursprüngliche Lutherbibel oder die englische King-James-Bibel liegen dem Textus receptus zu Grunde, der beginnt mit der ersten Druckausgabe des griechischen Neuen Testaments, die Erasmus von Rotterdam 1516 unter dem Titel Novum Instrumentum omne vorlegte. Erasmus gewann unter Zuhilfenahme der Vulgata und von Bibelzitaten bei den Kirchenvätern seinen Text. Heutige Übersetzungen stützen sich in der Regel auf die neueren textkritischen Ausgaben des griechischen Neuen Testaments, vor allem auf das Novum Testamentum Graece. Diese Übersetzung kommt aus dem okkulten Alexandrien,  ist durchmischt mit philosophischem Gedankengut und stimmt nicht mit der grossen Masse von Übersetzungen überein. Der Jesuitenbibel (1582) liegt der Novum Testamentum Graece zugrunde und stellt eine gegenreformatorische Bibel dar.
In der Waldenser Bibel von ca. 120 n.Chr. steht auch diese Lesart, übersetzt von Schriften, welche direkt auf die Apostel zurück gehen. Diese stimmen überein mit dem Textus receptus.
Beachtet man auch den Zusammenhang, sind da im Vers 7 drei Zeugnisträger im Himmel und im Vers 8 sind es drei Zeugnisträger auf Erden. Es fällt auf, dass der Heilige Geist sowohl im Himmel, als auch auf Erden Zeugnis gibt. Dies ist die Verbindung, die Leiter von der Erde zum Himmel.

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